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Judo

Geschichte und Philosophie

Professor Jiguro Kano, der Gründer von Judo, graduierte 1881 an der Kaiserlichen Universität von Tokio, Japan. Er besuchte mehrere Jiu-Jitsu-Schulen, um ein System der körperlichen Ertüchtigung zu entwickeln, er wählte die besten Prinzipien aus den Jiu-Jitsu-Systemen und nannte sie Judo, was wörtlich der „sanfte Weg“ bedeutet, von Kano aber als „maximale Effizienz“ interpretiert wurde. 1889 kam er nach Europa, um Praxis und Philosophie des Judo zu verbreiten. Kano betrachtete Judo als die Entwicklung einer lebenslangen Kunst – Im Gegensatz zum Sport.

 

Er sprach fliessend Englisch, was ungewöhnlich für diese Zeit war, und brach mit der japanischen Tradition, als er aufgrund seines grossen Respektes gegenüber Frauen eine Schülerin, Sueko Ashiya, aufnahm. Kritiker äusserten die Befürchtung, dass Frauen durch die Ausübung von Kampfsport Gesundheitsprobleme davontragen würden, weil sie bestimmten physischen Beschränkungen unterlagen, die sie als Schülerinnen ungeeignet machten, Daher erforschte Kano mit Hilfe einiger der führenden Experten die Auswirkungen von Judo auf Frauen. Seine Forschungsergebnisse widerlegten die Behauptungen seiner Kritiker, und zu dieser Zeit eröffnete Kano einen Dojo für Frauen in der Koubun Schule in Tokio.

Bereits 1935 wurden Frauen erfolgreich in Judo unterrichtet, ins besonders in den Highschools.

 

Das erste internationale Judoturnier fand 1947 zwischen Grossbritannien und Frankreich statt. Die Briten errangen den Titel, doch die ersten Europameisterschaften gingen 1951 an ein französisches Team. 1956 wurde Judo in vielen japanischen Schulen unterrichtet. Leider erlebte Kano dies nicht mehr, weil er 1938, als er von der Internationalen Olympischen Konferenz in Kairo zurückkehrte, auf See starb.

 

Man muss bedenken, dass Kano Judo nicht als öffentlichen Wettkampfsport schuf; für ihn war es eine persönliche Kunst, um Körper und Geist zu trainieren. Er behauptete, man müsse für wahres Können die dem Judo zugrunde liegende Philosophie würdigen, Angesichts dessen ist der Eid interessant, den alle Judoschüler an der Kodukan Dojo (dieser Namen gab Kano seinem Dojo) beim Eintritt leisten müssen: „Wenn ich in die Kodukan eintrete, werde ich mein Studium nicht ohne triftigen Grund beenden; ich werde dem Dojo keine Schande bereiten; ohne Erlaubnis werde ich die mir gelehrten Geheimnisse nicht preisgeben; ohne Erlaubnis werde ich nicht Judo unterrichten; zuerst als Schüler, dann als Lehrer, werde ich stets den Regeln des Dojo folgen.“

 

Das Wort Judo basiert auf dem Jikishin-Ryu des Jiu-Jitsu. Kano wollte aus Jiu-Jitsu einen „Kampfsport“ machen, um junge Leute zu erziehen. Er meinte, „das Ziel von Judo ist es, die lebendigen Gesetze der Bewegung zu verstehen und zu demonstrieren“.

 

Die Techniken, die einen Gegner aus dem Gleichgewicht bringen und/oder bewegungsunfähig machen, nennt man Kuzushi. Judo versucht, den Gegner zu neutralisieren, nicht zu verletzen oder zu töten. Es gilt als Selbstverteidigungssystem.

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Wettkampf

Judo ist heute eine der am weitesten verbreiteten Kampfsportarten, mit angeblich mehr als acht Millionen Anhängern weltweit. Praktizierende werden als Judoka bezeichnet, Wettkämpfe (Shiai) werden von Kampfrichtern geleitet. Wettbewerbe und Training finden in dem Judojo (Halle) statt. Freistilwettkampf heisst beim Judo Randori; den aufgebenden Gegner nennt man Uke, der gewinnende Partner wird als Tori bezeichnet.

Mehr als nur Sport

Beim Judo geht es nicht nur um physisches Können. Das Ziel besteht darin, dem Judoka eine positive Einstellung und ein Gefühl des Anstands zu vermitteln. Am besten beschreiben zwei Begriffe die mentale Einstellung, die von einem Judoka erwartet wird: Hontai, der Zustand ständiger Wachsamkeit, und Bonno, der disziplinierte Geist, gelassen und ruhig der den Körper kontrolliert und auf jede Situation reagieren kann.


Vorteile von Judo

Judo eignet sich für Menschen aller Altersstufen und Fähigkeiten, und die Vorteile, die sich daraus ergeben, beeinflussen viele Aspekte des Alltag, einschliesslich:


  • Gesundheit, Fitness und Kondition
  • Selbstvertrauen und Wohlbefinden
  • Fähigkeit zur Selbstverteidigung
  • Kameradschaftlichkeit
  • Beweglichkeit und Wendigkeit
  • Selbstbehauptung und Wachsamkeit
  • Kräftigung der Gliedmassen

Kleidung & Ausrüstung

Ein Judokämpfer trägt ein Judogi. Dies besteht aus einer schweren Baumwolljacke und Hosen aus starkem Material, so dass sie das Ziehen und Packen auf dem „sanften Weg“ unbeschadet überstehen. Judoka trainieren barfuss auf Matten (Tatami).


Gürtelgrade

6. Kyu - Weiss

3. Kyu - Grün

1. - 5. Dan

Schwarz

5. Kyu - Gelb

2. Kyu - Blau

6. - 7. Dan

Rot & Weiss

4. Kyu Orange

1. Kyu - Braun

8. - 10. Dan

Rot


Anfänger tragen einen weissen Gürtel. Für die Jugend gibt es eine unterschiedliche Gürtelabfolge.